Seit Oktober war es hier im Blog ganz ruhig. Ich habe einige Emails bekommen, wann es denn weitergeht. Jetzt ist es endlich soweit. Doch wie nach einer langen Pause zu erwarten, ändert sich einiges, denn die Pause war ja nicht ohne Grund eingelegt. Wer mir auf Instagram folgt, hat es schon von einigen Änderungen zumindest leichten Wind bekommen…

 

Alles auf Anfang

Ich habe mich Ende September in das Wagnis gestürzt meine Kunstmappe neu zu gestalten. Genau, richtig gelesen – ich arbeite nun auch praktisch. Warum? Nachdem ich im letzten Jahr an der Albert Schweitzer Grundschule in Wetzlar meinen Kunst-Sehen-Kurs angeboten hatte, über den ich hier im Blog oft berichet habe, keimte immer mehr der Wunsch zunehmend im Bereich der Kunstvermittlung für Kinder zu arbeiten. Irgendwie lag es da nahe meinen Job in der Lehre (bisher an der Hochschule) und Kunstvermittlung zu verbinden: Kunstpädagogik ist da der naheliegende Schluss. Ich hatte schon häufiger den Ansatz in den Schuldienst zu wechseln, immerhin habe ich ja zwei vollwertige Fächer studiert und eine mehrjährige Didaktikausbildung und irgendwann auch mal Pädagogik studiert. Richtig zusammengepuzzelt ergibt das durchaus ein Lehramts-Studium. Im letzten Herbst habe ich mich endgültig entschlossen nochmal richtig Lehrer zu werden, mit Staatsexamen I und II. Alles auf Anfang also. Naja, nicht ganz, im Prinzip habe ich alles für das Lehramt am Gymnasium mit den Fächern Deutsch und Kunst. Einziges Manko: Als Kunsthistorikerin brauche ich noch einen kunstpraktischen Nachweis, also eine universitär akzeptierte Kunstmappe.

 

Die Sache mit der Kunstmappe und Mappenprüfung

Eine Mappenprüfung? Panik! Ist es nicht das, wo man jahrelange Mappenkurse als Vorbereitung besucht? Ich habe so viele Freunde von der Kunsthochschule Kassel, an der ich in Kunstgeschichte promoviert habe, die absolut begabt sind und viele Absagen erlitten haben, bevor sie oft in der 3. oder 4. Runde erst zum Studium zugelassen wurden. Andere haben für ihre Mappe an die zwei Jahre gesessen. Im Internet gibt es bei Precore gute Einblicke was andere so in ihre Mappen packen. Das ist spannend zu sehen und ich dachte erst das gibt ein bißchen Anregung. Letztlich verunsichert es aber wohl mehr, denn jeder hat ja doch seine eigene Handschrift. Ich habe letztlich fast ausschließlich Bleistift- und Tuschezeichnungen in der Mappe gehabt, alles in A5. Klein aber fein. Dazu gab es noch wenige Mixtechniken und Fotografien. Nicht wirklich ausgefallen aber meins. Das hat gereicht. Ich denke, es geht letztlich um das eigene.

Und nun

Tja, wie geht es weiter? Wer weiß das schon so genau. Ich habe noch angefangen Ethik / Philosophie zu studieren. Dieses Fach bildet genau die Schnittsteller meiner Fächer Deutsch und Kunst. Braucht es ein drittes Fach? Womöglich nicht. Aber für mich war es eine gute Möglichkeit die Lücke bis zum Ende aller Bewerbungsfristen für das Referendariat zu schließen. Auf dessen nächste Runde warte ich nun und drücke mir die Daumen für einen Platz.

Meine Pause im Blog ist damit auch schon begründet. Aber spannend ist, was sich hier nun ändert. Und das wird einiges sein. Mein Fokus lag schon eine Weile auf der pädagogischen und didaktischen Arbeit mit Kindern. Zukünftig wird der praktische Anteil noch höher werden und ich möchte weiterhin Ideen für Material liefern und vor allem Anregungen zur künstlerischen Beschäftigung. Mir sind in den letzten Wochen einige spannende Bücher und Medien untergekommen, mit deren Hilfe ich ganz neue Techniken und Themen entwickelt habe. Ich habe die letzten Monate insgesamt viele Ideen gesammelt, seid gespannt, es bleibt definitiv spannend, wenn auch der Fokus sich etwas von der kunsthistorischen und -theoretischen Betrachtung lösen wird.