Ich mag das Buchsortiment aus dem Bassermann Verlag sehr gern. Derzeit gibt es eine Reihe mit den schönsten Kinderspielen. Jeweils sortiert nach einer Altersklasse werden dort unzählige Spielideen präsentiert. Der erste Band der Serie ist Kinderspiele für die Kleinsten mit 180 Spielideen von Gerda Pghin. Dieser Band richtet sich an die Altersgruppe ab 0 Jahre bis zum 3. Geburtstag. Spannend, denn gerade für diese kleinen Kinder gibt es vergleichsweise wenig Angebote. Ich habe mich deshalb über das Belegexemplar vom Verlag gefreut und es mit Spannung erwartet.

Toben, Fingerspiele, Sinnesentdeckungen, Kunstspaß und jede Menge Haushalt

Das Buch ist mit seinen 125 Seiten recht stattlich und dank des festen Einbandes ansprechend. Die Illustrationen sind nett, so dass sich auch das ein oder andere Geschwisterkind animiert sieht, in diesem Buch zu blättern und neue Spielideen für sich und das Baby zu entdecken.


Kinderspiele für die Kleinsten: Über 180 Spielideen für Babys und Kleinkinder von 0 bis 3 Jahren

Das Buch insgesamt ist als Anthologie zu verstehen. Es ist eine Ansammlung an bekannten (und vielleicht weniger bekannten) Kniereitern, Fingerspielen und motorischen Übungen, oftmals mit klanghaften neuen Namen versehen. Viele der hier vorgestellten Aktionen habe ich in Spielstunden für die Kleinen, in Krabbelkreisen oder bei Hebammen-Besuchen schon selbst kennengelernt. Tatsächlich bietet das Buch aber Erinnerungen an all diese netten Ideen, die man zwar eigentlich hat, aber oft ja nicht im passenden Moment greifbar.

Die Ideen sind alle sofort umsetzbar. Es benötigt kein oder kaum Material. Alles, was verwendet wird, hat man im Haushalt oder es liegt im Garten oder Wald. Das finde ich super. Denn, was nützt das beste Buch, in dem es super Ideen gibt – auf die entsprechenden Seiten legt man dann einen Zettel „für später“ rein, nimmt sich vor, alles zu besorgen und dann.. entweder keine Lust, keine Zeit oder plötzlich ist das Kind aus dem Alter heraus. Das, passiert hier garantiert nicht.

Etwas innovativer hätte ich mir die Vorschläge gewünscht, gerade in der Rubrik Haushalt hätte ich mir mehr gewünscht: Staub wischen, Gießen oder gemeinsam backen – ehrlich? Das sollte doch selbstverständlich sein. Zwischen diesen fragwürdigen Tipps verbirgt sich dann aber doch die ein oder andere wertvolle Anleitung wie etwa ein Bild aus Stoffresten (geklebt). Richtige Anleitungen gibt es dafür allerdings nicht, dafür muss der Leser schon zwischen den Zeilen lesen können oder die Illustrationen entsprechend auswerten, die in diesem Fall ein Stickbild zeigen.

Etwas enttäuscht war ich auch von dem Kapitel Bastel, Malen, Reissen. Die Ideen an sich sind super für die empfohlenen Altersklasse von 12-18 Monaten. Zwar sind auch noch einige Tipps für größere Kinder dabei, aber diese hätten etwas umfangreicher sein können, denn mit 3 (oder knapp davor) steigt die Lust handwerklich tätig zu werden, so dass man mit dem Latein aus dem Buch schnell am Ende ist.

Aber dann folgt der nächste Band der Reihe und der knüpft direkt an bietet weitere Ideen für größere Kinder.