Letztes Jahr hatten wir nach reiflicher Überlegung einen Trip ins Legoland Dänemark gebucht. Natürlich mehrere Tage. Zum Zeitpunkt unserer Abreise waren die Grenzen dank Corona dicht und wir sind auf Gutscheine ausgewichen, drei Jahre gültig, immerhin, bis dahin erhoffte man sich ja Besserung.

In diesem Jahr, in Corona 2, sind viele Familien verunsichert. Buche ich jetzt etwas und dann sind vermutlich die Grenzen dicht? Falls ich buche, was brauche ich zur Ausreise. Gefühlt ändert sich das täglich. Um dennoch unbeschwert auf Reise gehen zu können, habe ich mich nach Alternativen umgesehen und natürlich gefunden.

Mit dem Hörverlag kann man Die schönsten Städte Europas akustisch bereisen, von Amsterdam bis Zürich – und das alles bequem von der Couch aus, das geht auch in Quarantäne. Der hübsch gestalteten Packung liegt eine Europakarte bei, auf der man visuell dem Erzähler folgen kann. Insgesamt 5 CDs führen auf 5 Routen durch Europa (Osten, Westen, Norden, Süden und die Mitte). Die Reihenfolge kann man dabei selbst bestimmen und auch nur einzelnen Länder bereisen, ohne die vorgelegte Route zu wählen.

Für mich war die Route durch den Norden interessant. Einerseits war das ein kleiner Ersatz für die verpatzte Tour nach Dänemark und andererseits sind mir diese Länder nicht persönlich bekannt: Dänemark, Schweden, Finnland und Estland werden bereits und dabei wird landestypisches erzählt. Was ich besonders gelungen finde, ist, dass die Sprecher mit jedem Land wechseln. Die ursprünglichen Produktionen der einzelnen Ländertexte waren für den Bayerischen Rundfunk produziert und wurden in verschiedenen Jahren in anderen Formaten gesendet. Schon allein das bürgt für eine ansprechend und qualitative Produktion, die hier in jedem Fall vorliegt.

Urlaubsfeeling kommt definitiv auf. Die CDs sorgen für Entspannung und ein Kurzurlaubsfeeling. Zugleich wecken sie aber auch die Sehnsucht nach den wahren Orten, nach dem Leben, dem Trubel, der auf den CDs beschrieben wird. Sie können damit Lust machen auf den nächsten Urlaub, Erinnerungen an den vergangenen wecken oder für kurze Inseln der Erholung im Alltag sorgen.

Übrigens nutze ich die CDs auch gern als Impulsgeber, zum Beispiel um in Kunst an (fiktiven) Reisetagebüchern zu arbeiten. Mehr dazu gibt es in einem anderen Blogbeitrag.